18.06.2015

3 Tipps für mehr Sicherheit auf dem Schulweg


Der Straßenverkehr auf dem Weg zur Schule birgt viele Gefahren und wenn Schulanfänger ihren Schulweg allein meistern müssen, machen sich Eltern oft große Sorgen. Damit Ihre Kinder so sicher wie möglich zur Schule gelangen, können Sie jedoch einige Vorbereitungen treffen und Tipps beachten. So lassen sich die Risiken und die damit verbundenen Ängste reduzieren.

Tipp 1 für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule: Schulweg üben

Können Sie Ihr Kind nicht zur Schule bringen und muss es den Schulweg ganz allein bestreiten, gilt es diesen am besten bereits vor der Einschulung und dem Schulanfang zu üben. Dazu sollten Sie den Weg zur Schule mehrmals zusammen mit Ihrem Kind ablaufen. So können Sie Ihr Kind auf alle Gefahrenstellen hinweisen und ihm beibringen, wie es sich hier korrekt verhält, der Gefahr aus dem Weg geht und das Risiko sicher meistert. Das Verhalten auf dem Gehweg, das Überqueren von Ampeln und Zebrastreifen, vor allem aber das Überqueren von Straßen, an denen es keinerlei Verkehrszeichen gibt sowie das Lesen von Straßenschildern sollten beim Üben des Schulwegs beigebracht werden. Sicher kann Ihr Kind bereits einiges davon, denn schließlich beginnt die Verkehrserziehung schon lange vor dem Schulanfang. Trotzdem kann es nur hilfreich sein, das Wissen zu vertiefen und noch mehr Erfahrungen zu sammeln. So wird Ihr Kind sicherer auf dem Schulweg und Sie haben ein ruhigeres Gewissen.

Tipp 2 für mehr Sicherheit auf dem Schulweg: Verkehrssicheren Schulranzen tragen

Selbst bei bester Vorbereitung Ihrerseits und richtigem Verhalten seitens Ihres Kindes lassen sich Risiken auf dem Schulweg niemals zu 100% minimieren, denn noch immer kann von anderen Verkehrsteilnehmern eine Gefahr ausgehen. Für diese sind Schulkinder aufgrund ihrer Größe schwerer und später zu erkennen. Damit sie besser und schneller sichtbar werden, sollten Sie Ihr Kind stets möglichst hell und auffällig kleiden und am besten mit vielen Reflektoren ausstatten. Dies gilt nicht nur im Winter, wo es besonders dunkel ist und die Kinder noch schlechter wahrzunehmen sind, und auch nicht nur für die Kleidung. Auch der Schulranzen sollte bestenfalls eine helle Farbe und viele reflektierende Elemente haben. Laut der Norm DIN 58124 müssen mindestens 20 Prozent des Schulranzens floureszieren und mindestens 10 Prozent retroreflektieren. Hierauf gilt es also beim Kauf des Schulranzens zu achten. Nur mit auffälliger Kleidung und einem solchen Schulranzen lässt sich das Risiko durch andere Verkehrsteilnehmer reduzieren.

Schulranzen, die der Norm DIN 58124 entsprechen finden Sie hier.

Tipp 3 für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg: Schutzranzen App verwenden

Für noch mehr Sicherheit der Schulkinder im Straßenverkehr soll in Zukunft die Smartphone App “Schutzranzen” sorgen. Der Standort der Kinder sowie der Autofahrer wird per GPS ermittelt und verschlüsselt übertragen. So lässt sich feststellen, ob genügend Sicherheitsabstand zwischen einem Kind und einem Auto besteht. Sollte ein Autofahrer ein Kind in seiner Nähe also einmal nicht rechtzeitig von selbst wahrnehmen, springt die App ein und sendet ihm ein Warnsignal und es bleibt ihm noch Zeit, zu reagieren. Voraussetzung dafür, dass das Konzept der Schutzranzen App aufgeht ist natürlich, dass nicht nur Eltern ihre Kinder damit auf den Schulweg schicken, sondern auch, dass sie von möglichst vielen Autofahrern verwendet wird. Für die Sicherheit Ihrer und auch anderer Kinder können Sie als Eltern mit gutem Beispiel voran gehen und die Schulranzen App selbst nutzen sowie sie bei den Lehrern und anderen Eltern, etwa auf Elternabenden in der Schule, bekannt machen und diese ebenso davon überzeugen, sie zu verwenden. Umso mehr Kinder und Autofahrer die Schutzranzen App nutzen, umso weniger müssen Sie sich um die Sicherheit Ihres Kindes auf dem Schulweg machen.