Tipps für's Hausaufgaben machen

Wenn Ihr Kind wenig motiviert ist, seine Hausaufgaben zu machen oder Probleme dabei hat, gibt es ein paar Tricks, wie sie die Fleißarbeit etwas angenehmer gestalten können. 

Pause für neue Kraft

Zunächst ist es sinnvoll, die Erledigung der Hausaufgaben nicht auf sofort nach Schulschluss zu legen. Geben Sie Ihrem Kind erst einmal Zeit, zuhause anzukommen und den Kopf wieder frei zu kriegen vom Lernstoff des Tages. Lassen Sie Ihr Kind sich also erstmal mit etwas anderem beschäftigen wie z.B. zu spielen, Freunde zu treffen oder sich an der frischen Luft zu bewegen.

So eine Verschnaufpause nach der Schule ist schon allein deshalb sinnvoll, da die Aufmerksamkeit durch den Biorhythmus des Körpers am Nachmittag i.d.R. am geringsten ist. Ihr Kind ist also nicht nur durch den vielen Schulstoff am Morgen, sondern auch durch diese natürliche Bedingung zu diesem Zeitpunkt gar nicht so recht aufnahmefähig oder dazu in der Lage, viel zu leisten, sprich die Hausaufgaben konzentriert und gewissenhaft abzuarbeiten. Bei den meisten Menschen liegt dieses Nachmittagstief zwischen 14 und 16 Uhr, lassen Sie Ihr Kind daher am besten erst danach mit den Hausaufgaben beginnen.

Mahlzeit für ein fittes Gehirn

Auch ein ausgewogenes Mittagessen ist eine wichtige Voraussetzung für die Leistungs- und vor allem Denkfähigkeit Ihres Kindes. Das Gehirn ist schließlich der Hauptenergieverbraucher im Körper, es benötigt fast ein Viertel des gesamten Energiebedarfs des Organismus. Sorgen Sie vor den Hausaufgaben also dafür, dass Ihr Kind eine leckere und energiereiche Mahlzeit zu sich nimmt, z.B. in der Schulkantine, im Hort oder bei Ihnen zuhause. Ist das Mittagessen schon sehr lange her, ist zumindest ein kleiner gesunder Snack empfehlenswert, um Ihrem Kind neue Power für die Hausaufgaben zu geben. 

Hilfe für mehr Erfolgserlebnisse 

Lassen Sie Ihr Kind mit seinen Schularbeiten nicht allein im Regen stehen. Unterstützen Sie es dabei, indem Sie ihm beisitzen und ihm kleine Tipps geben oder Sachverhalte erklären, wenn es mal hakt. Kontrollieren Sie nicht nur die bloße Erledigung der Hausaufgaben, sondern auch die Richtigkeit und helfen Sie Ihrem Kind bei Verständnisproblemen. Nur so lernt Ihr Kind auch wirklich etwas dazu und hat außerdem mehr Erfolgserlebnisse, wenn die Hausaufgaben in der Schule verglichen werden und es alles richtig gemacht hat. Das wiederum motiviert Ihr Kind auch für die nächsten Hausaufgaben.

Doch seien Sie dabei nicht zu übereifrig, schließlich soll immer noch Ihr Kind die Schulaufgaben erledigen und nicht Sie. Ihrem Kind auf die Sprünge zu helfen ist in Ordnung, aber Vorsagen ist tabu. Außerdem ist es wichtig, dass Sie stets ruhig bleiben, selbst wenn Ihr Kind einmal länger braucht, um bestimme Dinge zu verstehen oder bestimmte Fehler öfter passieren. Haben Sie stets Geduld, Nachsicht und Verständnis für Ihr Kind. Dann können Sie und Ihr Kind Spaß am Hausaufgaben machen haben und das Lernen fällt gleich viel leichter.

Wenn es Ihre Zeit nicht zulässt, Ihrem Kind selbst bei den Hausaufgaben zu helfen, überlegen Sie, ob vielleicht ein Familienmitglied wie z.B. die Omi dies übernehmen könnte. Eine weitere Möglichkeit wäre auch, dass Ihr Kind die Schulaufgaben zusammen mit einem Klassenkameraden macht, bei dem die Eltern das gemeinsame Arbeiten betreuen können. Im Hort oder in einer Nachhilfegruppe werden die Hausaufgaben meist auch gemeinsam und unter Aufsicht erledigt, sodass Ihnen hier ebenfalls weitere Möglichkeiten offen stehen, Ihrem Kind Hilfe für die Hausaufgaben an die Seite zu stellen.

Belohnungen für mehr Motivation

Ihr Kind ist trotz aller Bemühungen Ihrerseits immer noch unmotiviert, seine Hausaufgaben gewissenhaft oder überhaupt zu erledigen, bekommt hin und wieder einen Eintrag ins Hausaufgabenheft, weil es die Hausaufgaben nicht gemacht oder vergessen hat? Dann hilft vielleicht nur noch, Ihr Kind über eine Belohnung zu motivieren. Machen Sie bspw. mit Ihrem Kind aus, dass Sie am Wochenende gemeinsam ins Kino gehen, wenn alle Hausaufgaben der Woche vorbildlich erledigt wurden und kein Eintrag im Hausaufgabenheft steht. Welche Belohnung Sie für das Schulaufgaben machen aussetzen, hängt natürlich von den Vorlieben Ihres Kindes ab. Generell gilt jedoch, dass gemeinsame Unternehmungen stets besser dafür geeignet sind, als über einen solchen Weg materielle Wünsche des Kindes zu erfüllen. Auch sollte die Belohnung nicht zu groß ausfallen, sonst könnten Sie Ihr Kind zu sehr verwöhnen und eine Steigerung für zukünftige Anreize ist so ebenfalls schwer. Darüber hinaus sollte die Erreichung der Belohnung schaffbar sein, wählen Sie die Herausforderungen also nicht zu groß bzw. den Zeitraum nicht zu lang, sonst bewirken Sie genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollten, nämlich dass Ihr Kind nur noch demotivierter ist. Das positive Erlebnis, wenn Ihr Kind das Ziel für seine Belohnung erreicht hat, wird auch für zukünftige Motivation sorgen.