Die Zurückstellung

Manche Kinder sind aus Sicht der Eltern noch zu unreif für die Schule. Eine Zurückstellung kommt nur bei bestimmten Vorraussetzungen in Frage.

Viele Eltern empfinden es für zu früh, ihr Kind einschulen zu lassen. Gerade bei den Kindern die gerade erst 6 Jahre alt geworden sind, hat man das Gefühl, dass sie noch nicht so weit sind, den anstrengenden Schulalltag zu bestehen.  Sie sind noch zu verspielt, zu unkonzentriert und überhaupt fühlt man als Elternteil doch, dass es noch nicht an der Zeit ist. Es ist nicht nur schöner sondern, auch aus pädagogischer Sicht, besser noch 1 Jahr länger spielen zu können. Leider dürfen die Eltern die Entscheidung der Zurückstellung nicht selbst treffen.

Vorraussetzungen für Zurückstellung

  • Ihr Kind ist zum Tag der Einschulung gerade 6 Jahre alt geworden (Stichtag in jedem Bundesland anders: hier erfahren Sie den Stichtag Ihres Bundelandes)
  • die Erzieher der KiGA- Gruppe erstellen einen Entwicklungsbericht, aus dem hervorgeht, dass das Kind noch zu unreif ist und empfehlen ein weiteres Kindergartenjahr. Auch der Kinderarzt kann hinzugezogen werden und kann eine Art Empfehlungs-Schreiben erstellen.
  • Bei der Schuluntersuchung in der Schule (Termin muss wahrgenommen werden) eindringlich darauf hinweisen, dass das Kind nach eigenem Empfinden noch zu unreif ist. Zu Hause schon Stichpunkte zu den Schwachstellen des Kindes aufschreiben!

Vorteile

Der wichtigste Vorteil ist, dass das Kind noch ein Jahr länger den Kindergarten besuchen kann, um dort reifen zu können. Die Eltern kennen die Schwachstellen ihrer Kinder und können das letzte Jahr nutzen um ihr Kind richtig zu fördern. In einem Jahr entwickelt sich ein Kindergartenkind enorm. Erinnern Sie sich einfach an den Sprung vom 1. bis zum 2. Lebensjahr.  Das ist bei der Etappe vom Vorschulkind zum Schulkind eine ähnliche Geschwindigkeit. Sicherheit, Selbstbewusstsein und soziale Kontakte, all diese Eigenschaften entwickeln sich bei Kindern gerade im Alter von 4 – 6 Jahren sehr stark. Auch die Interessen wechseln in dieser Zeit. Wenn ein Kind vorher nicht gerne zum Stift gegriffen hat, kann es zum wahren „Zeichenkünstler“ werden.


Schüchterne Kinder können lernen aus sich herauszukommen und kleine Zappelphillippe werden ruhiger. Der Sprung wird sich auf jeden Fall bemerkbar machen, wenn man als Eltern immer daran arbeitet, aus den Schwächen des Kindes Stärken zu machen. Hierbei ist es auch vorteilhaft, wenn man sich zusätzlich Hilfe holt. Die Rede ist von Therapeuten und/oder Psychologen. Die Ergotherapie macht viele Vorschüler fit für die Schule. Gerade in den Punkten Konzentration, Feinmotorik und Ausdauer sind die Ergotherapeuten eine prima Hilfe. UND- Ihr Kind wird einen riesen Spaß dort haben. Bitten Sie den Kinderarzt um ein Rezept. Sie werden es nicht bereuen. Die Physiotherapie hilft Sportmuffeln und Grobmotorikern auf die Sprünge und der Kinderpsychologe hilft dabei, dass eigene Kind besser zu verstehen.