Ergotherapie

Kind sein ist oft nicht einfach. Kinder müssen sich oft sehr konzentrieren, vernünftig zu hören und aufmerksam sein. Hierbei kristallisieren sich oft Kinder heraus, die dabei kleinere oder auch größere Schwierigkeiten haben. Für diese Kinder ist oft eine Ergotherapie hilfreich.

Vorschulkinder werden in der Ergotherapie fit für die Schule gemacht

In der Grundschule wird Ihrem Kind viel mehr abgefordert als im Kindergarten. Das frühere Aufstehen, im Unterricht stillsitzen, Zuhören und dann noch Aufgaben lösen, erfordern Kraft und viel Aufmerksamkeit. In der Ergotherapie wird Ihr Kind auf die anstrengende neue Zeit spielerisch vorbereitet und fit gemacht.

Ergotherapie für Kinder verbessert die Fähigkeiten

Häufig treten bei Kindern zwischen 4 und 7 Jahren Schwierigkeiten in Punkto Koordination, Wahrnehmung, Grob- und Feinmotorik auf. Die Ergotherapie ist eine hilfreiche Lösung für diese Probleme. Noch nicht gefestigte Bewegungsabläufe, Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten werden hier verbessert.

Spielerisch Schwierigkeiten bewältigen

Eltern werden mit eingebunden

In der 1. und 2. Therapiestunde sind Sie als Eltern mit im Raum und können sich einen Eindruck über den Therapieablauf verschaffen. Nach Absprache mit dem Therapeuten, können Sie auch bei jeder Stunde mit dabei sein. Sollte der Therapeut Ihnen nahe legen, dass der Unterricht auf Grund Ihrer Anwesenheit nicht richtig vorran geht, lassen Sie Ihr Kind ruhig allein. Sie werden nach der Stunde alles für Sie Wichtige erfahren. Kinder verhalten sich oft ganz anders, wenn die Eltern mit dabei sind und können sich nicht richtig auf die Aufgaben konzentrieren.

Der Ergotherapeut geht spielerisch mit dem kleinen Patienten ans Werk

Die Ergotherapie ist es für jedes Kind ein Spielzeugladen mit der Einladung zum schlauen Spielen. In den Regalen stehen Lernspiele, welche die Konzentration und die Wahrnehmung schulen. Hier wird aber nicht nur “rumgesessen”, sondern auch Sport gemacht. Trampolinspringen, Schaukeln, Bodenturnen und Klettern stehen genauso auf dem Therapieplan und sorgen für verbesserte Bewegungsabläufe. Im Computer-Raum lernt Ihr Kind mit der Maus umzugehen, oder macht Lernspiele, die ebenfalls Konzentration und Wahrnehmung verbessern. Wenn die kleinen Fingerchen Ihres Kindes noch zu schwach sind, kommen Papier und Stift zum Einsatz. Dann wird ausgemalt, es werden Punkte miteinander verbunden und Kinderrätsel gelöst. Die richtige Stifthaltung wird mit bei diesen Übungen enorm verbessert.

Nach einigen Stunden sind erste Erfolge sichtbar

Es dauert nicht lange und erste Erfolge sind eindeutig zu sehen. Ihr Kind wird sicherer mit der Stifthaltung, die Konzentrationskurve steigt und der Therapeut ist schon wie ein Freund. Fragen Sie den Ergotherapeuten nach Übungen oder Übungsblättern, damit auch Sie, außerhalb der Therapie, zur Verbesserung der Fähigkeiten beitragen können.

Ergotherapie ab dem ersten Schuljahr – Termine auf den Nachmittag legen

Am Besten ist es, wenn Ihr Kind bereits in der Vorschule mit den Ergotherapie-Stunden beginnt. Einfach um gut vorbereitet zu sein. Manchmal erkennen Eltern und Lehrer aber erst im ersten Schuljahr, das ihr Kind Schwierigkeiten mit der Konzentration oder der Motorik hat. Schnelles Handeln der Eltern ist hier erforderlich. Sprechen Sie die Probleme beim Kinderarzt an und bitten um ein Rezept für Ergotherapie-Stunden. Im Regelfall erhalten Sie 10 Einheiten, also eine Stunde jede Woche. Suchen Sie sich, wenn möglich, einen Tag + Uhrzeit aus, an dem Sie jede Woche Zeit haben. Gut geeignet sind Termine am Nachmittag. Abends sind die Kinder nicht mehr so aufnahmefähig, die Konzentration lässt nach und die Therapiestunden bringen nicht den gewünschten Erfolg. Können Sie selbst Ihr Kind nicht bringen, fragen Sie Bekannte oder Verwandte. Eine Terminabsage hilft Ihrem Kind nicht weiter. Etwas anderes ist es natürlich, wenn Ihr Kind krank ist.